In dieser Woche war unser Team der Suchtprävention für drei Tage an der Humboldtschule Halver zu Gast. Gemeinsam mit den siebten Klassen haben wir dort einen Jugendschutzparcours durchgeführt, der den Jugendlichen die Möglichkeit bot, sich intensiv und praxisnah mit wichtigen Themen rund um Schutz, Verantwortung und Gesundheit auseinanderzusetzen.
Der Parcours fand in Kooperation mit dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Jugendamt des Märkischen Kreises statt. Unterstützt wurden wir zudem von der Schulsozialarbeit der Humboldtschule sowie von Kolleg:innen aus dem Jugendzentrum Aquarium. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten hat maßgeblich zum Gelingen der drei Projekttage beigetragen und zeigt, wie wertvoll eine gute Vernetzung in der Präventionsarbeit ist.

Im Rahmen des Parcours durchliefen die Schüler:innen vier unterschiedliche Stationen. Sie setzten sich mit dem Thema Zivilcourage auseinander und beschäftigten sich mit der Frage, wie man in schwierigen Situationen Haltung zeigen und andere unterstützen kann. An einer weiteren Station stand das Jugendschutzgesetz im Mittelpunkt, insbesondere die Regelungen zu Alkohol, Tabak und Medien. Auch der bewusste Umgang mit digitalen Medien wurde thematisiert – mit Blick auf Chancen, Risiken und einen verantwortungsvollen Konsum.
An unserer Station lag der Schwerpunkt auf dem Thema Sucht und Konsum, insbesondere auf Vapes und Nikotin. In Form eines interaktiven Escape Rooms näherten sich die Jugendlichen dem Thema auf spielerische Weise. In kleinen Gruppen lösten sie Rätsel, entschlüsselten Hinweise und beantworteten Fragen rund um Inhaltsstoffe, Wirkweise und gesundheitliche Risiken von E-Zigaretten. Dabei ging es auch um rechtliche Rahmenbedingungen sowie um Gruppendruck und die Frage, wie Konsumentscheidungen zustande kommen. Viele der Jugendlichen brachten bereits eigene Erfahrungen und Beobachtungen mit ein, sodass ein lebendiger Austausch entstand. Unser Anliegen war es, sachlich zu informieren, Mythen aufzuklären und einen offenen Gesprächsraum zu schaffen – ohne zu moralisieren, aber mit klarer Haltung.
Die drei Tage an der Humboldtschule haben erneut gezeigt, dass Prävention besonders wirksam ist, wenn sie interaktiv, lebensnah und dialogorientiert gestaltet wird. Wir bedanken uns herzlich bei allen Kooperationspartner:innen und bei der Schulgemeinschaft für die engagierte Mitarbeit und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte im Sinne eines starken Kinder- und Jugendschutzes im Märkischen Kreis.
Suchtpräventionsteam