Geschichte der DROBS
Die Geschichte der DROBS im Märkischen Kreis begann im Jahr 1973 – in einer Zeit, in der der Konsum illegaler Drogen in Deutschland erstmals zu einer großen gesellschaftlichen Herausforderung wurde. Mit der Gründung der „Anonymen Drogenberatung e.V.“ entstand in Iserlohn ein Ort, an den sich Betroffene und Angehörige wenden konnten, um Unterstützung, Beratung und Orientierung zu erhalten.
Was zunächst als kleine Beratungsstelle begann, entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer festen und verlässlichen Anlaufstelle für Menschen im gesamten Märkischen Kreis.
Mit der kommunalen Neugliederung des Märkischen Kreises im Jahr 1975 schlossen sich nach und nach Städte, Gemeinden und der Kreis selbst dem Trägerverbund an. So entstand ein starkes regionales Netzwerk für Beratung, Prävention und Unterstützung.
Heute ist die DROBS mit Standorten in Iserlohn, Lüdenscheid und Werdohl vertreten. Darüber hinaus finden regelmäßige Sprechstunden in verschiedenen Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises statt. Unser Ziel ist es, Hilfsangebote möglichst wohnortnah, unkompliziert und niedrigschwellig zugänglich zu machen.
Von Anfang an stand dabei der Mensch im Mittelpunkt – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation. Offenheit, Vertraulichkeit und Respekt prägen die Arbeit der DROBS bis heute. Denn wir wissen, dass Veränderung möglich ist und Menschen neue Perspektiven für ihr Leben entwickeln können.
In den 1980er- und 1990er-Jahren lag der Schwerpunkt der Arbeit vor allem auf der Unterstützung heroinabhängiger Menschen und ihrer Angehörigen. Gleichzeitig gewann die Präventionsarbeit in Schulen, Jugendzentren und Vereinen zunehmend an Bedeutung.
Mit den gesellschaftlichen Veränderungen wandelten sich auch die Herausforderungen. Neben klassischen Suchterkrankungen rückten Themen wie Mischkonsum, synthetische Drogen, problematische Mediennutzung, psychische Belastungen und soziale Ausgrenzung stärker in den Fokus.
Heute bietet die DROBS ein breites Spektrum an Hilfen und Unterstützungsangeboten:
- Beratung und Begleitung
- Behandlung von Suchterkrankungen (ARS)
- Prävention, Aufklärung und Entstigmatisierung
- Psychosoziale Betreuung
- Ambulant Betreutes Wohnen (ABW)
- Kooperationen mit Schulen, Jugendhilfe, Kliniken, Behörden und Unternehmen
- Aufsuchende und niedrigschwellige Hilfen (Streetwork)
Trotz aller Veränderungen ist eines über die Jahrzehnte gleich geblieben: der Anspruch, Menschen in schwierigen Lebenssituationen respektvoll zu begleiten und ihnen Raum für Orientierung, Entwicklung und neue Perspektiven zu geben.
Die Geschichte der DROBS ist deshalb weit mehr als die Geschichte einer Beratungsstelle. Sie ist ein Stück Sozialgeschichte des Märkischen Kreises – getragen von Engagement, Menschlichkeit und dem Vertrauen in die Stärke jedes einzelnen Menschen.
Unter folgenden Links (PDF-Dateien) finden Sie Informationen zum Verein:
Archiv:
50-Jahre-DROBS-Jubiläum (Collage)
40-Jahre-DROBS-Jubiläum (Meilenstein-Grafik)