
Die Anonyme Drogenberatung e. V. (DROBS) folgte der Einladung zum Sozialpolitischen Aschermittwoch der Kreisgruppe des Der Paritätische Wohlfahrtsverband im Märkischen Kreis.
Im Rahmen der Veranstaltung brachte Geschäftsführerin Ilona Meuser die fachliche Perspektive der DROBS in die Diskussion ein. Gemeinsam mit Mathias Speich (Fachreferent für Sucht- und Gefährdetenhilfe beim Paritätischen NRW) sowie Vertreterinnen und Vertretern des Vereins Integra wurden vor rund 65 Gästen aktuelle Entwicklungen auf dem Drogenmarkt erörtert.
Im Mittelpunkt standen unter anderem die zunehmende Verbreitung von Crack, Fentanyl und Kokain sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die Suchthilfe. Ebenso wurden konkrete Unterstützungsangebote für betroffene Menschen thematisiert – von niedrigschwelliger Beratung über Begleitung im Hilfesystem bis hin zur Unterstützung bei der Wohnungssuche.
Deutlich wurde die gemeinsame fachliche Haltung aller Beteiligten:
- Prävention muss konsequent gestärkt werden.
- Niedrigschwellige Hilfen und geeignete Unterstützungsangebote sind auszubauen.
- Reine Verdrängungsstrategien lösen bestehende Problemlagen nicht.
- Frühzeitige Investitionen in Prävention und Hilfeangebote sind langfristig wirksamer und wirtschaftlicher als spätes Eingreifen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Diskussion war die gesellschaftliche Bedeutung von Alkohol als weiterhin am weitesten verbreitete Substanz. Auch hier besteht unverändert hoher Bedarf an Aufklärung und Prävention.
Die DROBS bedankt sich für die Einladung und den fachlich fundierten Austausch. Wir setzen uns weiterhin für eine menschliche, wirksame und fachlich qualifizierte Suchthilfe im Märkischen Kreis ein.