Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche von NACOA Deutschland für Kinder aus suchtbelasteten Familien fand am 24. Februar in der Reformierten Kirche in Iserlohn eine gemeinsame Aktion der Anonymen Drogenberatung e.V. Iserlohn (drobs) und der Familien- und Erziehungsberatung der Caritas statt. Ziel der Veranstaltung war es, auf die besondere Lebenssituation betroffener Kinder aufmerksam zu machen, für das Thema zu sensibilisieren und Unterstützungsangebote vorzustellen.

Interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten am Nachmittag die Gelegenheit, sich über das Thema zu informieren und mit den Fachkräften ins Gespräch zu kommen. In den persönlichen Gesprächen wurde deutlich, wie wichtig es ist, betroffenen Kindern frühzeitig Unterstützung anzubieten und ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie über ihre Gefühle sprechen können.

 

Ein besonderer Beitrag kam von der Chamäleon-Gruppe der Caritas. Die teilnehmenden Kinder gestalteten sogenannte Gefühlskarten, die dabei helfen, eigene Befindlichkeiten auszudrücken und Worte für oftmals schwer greifbare Emotionen zu finden. Darüber hinaus stellten sie ihre selbst gebastelten „Krafttiere“ aus – symbolische Begleiter, die Mut machen und innere Stärke repräsentieren. Die kreativen Arbeiten machten eindrücklich sichtbar, mit welchen Themen und Gefühlen Kinder aus suchtbelasteten Familien konfrontiert sind.

Die Chamäleon-Gruppe ist ein wöchentliches Unterstützungsangebot für Kinder und Jugendliche ab dem Schulalter. Das Gruppenangebot findet einmal pro Woche für zwei Stunden am Nachmittag statt und bietet einen geschützten Rahmen für Austausch, Stärkung und kreative Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenssituation. Interessierte Eltern oder Bezugspersonen können sich bei der Familien- und Erziehungsberatung der Caritas melden.

Auch die Selbsthilfegruppe für Angehörige der Drogenberatung (drobs) beteiligte sich mit einem eindrucksvollen Beitrag an der Ausstellung. Anhand von Aussagen, persönlichen Empfindungen und beschriebenen Emotionen wurde die Lebensrealität von Familien mit einer suchtkranken Person dargestellt. Die Beiträge machten deutlich, wie stark Suchterkrankungen das gesamte Familiensystem beeinflussen.

Die Selbsthilfegruppe für Angehörige trifft sich regelmäßig am zweiten und vierten Montag im Monat in den Räumlichkeiten der Drogenberatung und bietet die Möglichkeit für Austausch, Entlastung und gegenseitige Unterstützung.

Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung von Aufklärung und niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Kinder und Familien, die von Suchterkrankungen betroffen sind.

Ein besonderer Dank gilt der Reformierten Kirche in Iserlohn – insbesondere Frau Pelters – für die großzügige Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie für das engagierte Mitwirken und die wertvolle Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung.

 

Johanna Tripp

Drobs-Standort Iserlohn