Projekttage am Stenner Gymnasium und an der Städtischen-Gesamtschule in Iserlohn

Am 10.07.2107 besuchten Rene Sadowski, Suchtpräventionsfachkraft, und Christian Bodächtel, Berater und Ansprechpartner für die Jugendsprechstunde, das Stenner Gymnasium im Rahmen des dortigen Gesundheitstags.

In einer lockeren Atmosphäre vermittelten sie den Schülern viele wichtige Informationen zum Thema Drogen. Gruppenweise setzten sich die Schüler aus verschiedenen Jahrgängen mit den Fragen zu illegalen Substanzen auseinander. Die Ergebnisse wurden auf Plakaten festgehalten und später besprochen. Vor allem die verschiedenen Meinungen darüber ob Cannabis legalisiert werden sollte  führte zu hitzigen Diskussionen.

Danach durfte jeder einen  Gegenstand aus dem „Suchtsack“ ziehen und es musste erraten werden welche Sucht dieser symbolisieren sollte. Das die Computermaus für die Spielsucht steht, war schnell beantwortet, schwerer wurde es da schon beim Klebestift, der für reichlich Verwirrung sorgte. Herr Bodächtel und Herr Sadowski sorgten für Aufklärung und beantworteten geduldig alle Fragen bis auch die letzte erklärt war.

Viele Fragen hatten auch die Schüler der Gesamtschule am Nußberg am nächsten Tag. Mit ihnen spielte Herr Sadowski ein Quiz in dem es um Alkohol, Kiffen und Rauchen ging. Besonders beliebt waren die Aktionskarten die die meisten Punkte brachten, aber auch einiges an Mut verlangten, da man zum Beispiel pantomimisch einen Drogenspürhund vor seiner Klasse darstellen musste.

Am meisten Spaß hatten die Schüler mit der Drogenbrille, die einem suggerierten sollten wie es sein könnte wenn man LSD genommen hat. Bälle fangen, Münzen aufheben oder das Schloss aufschließen, alltägliche Dinge wurden mit der Brille auf einmal unglaublich schwer. Es wurde viel gelacht als der Schlüssel weit neben das Schloss ging oder anstatt des Kleingelds Dreck aufgehoben wurde. Trotzdem war den Schülern die Ernsthaftigkeit hinter dieser Aktion bewusst.

Ein Schüler stellte sich vor wie es sein könnte unter Drogeneinfluss nach Hause zu kommen. Er denkt, dass das sehr knifflig werden würde und er es nicht schaffen könnte die Treppenstufen hoch zu kommen und die Tür aufschließen. Und dann wartet drinnen sowieso noch sein größtes Problem – seine Mama.

Für eine andere Schülerin stand eher der Kontrollverlust im Vordergrund. Ihr wäre es total peinlich, wenn sie irgendetwas machen würde unter Drogeneinfluss das sie später bereut. Generell hatte man hier das Gefühl das die Jugendlichen die härteren Drogen durchaus kritisch betrachten und sich der Gefahr bewusst sind, die mit dem Konsum solcher Substanzen einhergehen.

Im Gespräch hinterher gaben die Schüler viele positive Rückmeldungen, sie hätten viel gelernt, und das ganz ohne schreiben. Toll fanden sie auch das sie alles fragen durften, was sie wollten und auf alles eine Antwort bekamen.

 

Franziska Hillebrand, Standort Iserlohn

Praktikantin

 

 

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