Kita „Regenbogen“ des Kinderschutzbundes Lüdenscheid startet mit der Papilio-Schulung

Der 07. September 2016 war für mich als Praktikantin ein besonderer Tag. Ich durfte am dritten Tag der Papilio-Schulung für Sucht- und Gewaltprävention in Kitas teilnehmen. Das besondere war für mich, dass sich die Schulung nicht direkt an die Kinder richtet, sondern dass deren Erzieherinnen zu Multiplikatorinnen ausgebildet werden sollen, um so das entwicklungsfördernde Erziehungsverhalten in den Kita-Alltag zu übertragen.

kita-regenbogen-4 kita-regenbogen-3 kita-regenbogen-2

Gemeinsam mit René Sadowski, welcher den Kurs leitete und den Erzieherinnen der gerade neu gegründeten Kita „Regenbogen“ des Kinderschutzbundes Lüdenscheid verbrachte ich den Tag im Kreishaus Lüdenscheid. Ziel ist es, „Papilio“ in das Konzept der Kita mit einzubinden, so dass die Kinder von Beginn an die Maßnahmen kennenlernen und verinnerlichen können.

Ich konnte mir zuerst nicht vorstellen, wie sich Suchtprävention für Kindergartenkinder gestalten lässt. Schließlich wäre es wohl kaum angebracht einem Dreijährigen zu erklären, dass man durch das Rauchen von Cannabis Psychosen entwickeln kann. Erst als René mir erklärte, dass es vielmehr darum geht, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken, um so gegen Verhaltensauffälligkeiten, Sucht- und Gewaltverhalten vorzubeugen, konnte ich eine Verbindung zu meinen bisherigen Erfahrungen in der Drogenarbeit ziehen.

An diesem Tag stellte René die Maßnahmen „Spielzeug-macht-Ferien-Tag“ und „Paula und die Kistenkobolde“ vor.

Der „Spielzeug-macht-Ferien-Tag“ dient dazu, dass die Kinder das gemeinsame Spiel mit anderen Kindern lernen und sich so in Gruppen integrieren. Dazu werden alle Spielzeuge aus dem Gruppenraum entfernt oder unzugänglich gemacht. Lediglich Bastelmaterialien werden bei Nachfrage zur Verfügung gestellt, so dass sich die Kinder gemeinsam Gedanken darüber machen können, wie man mit wenig Material möglichst viel Spaß haben kann.

kita-regenbogen-1 kita-regenbogen

Mit Hilfe von „Paula und den Kistenkobolden“ sollen die Kinder den Umgang mit ihren eigenen, aber auch mit den Gefühlen anderer lernen. Dazu werden ihnen die Kobolde „Heulibold“, „Zornibold“, „Bibberbold“ und „Freudibold“ vorgestellt, welche jeweils ein anderes Gefühl darstellen. Gemeinsam mit „Paula“ sollen die Kinder den vier Kobolden dabei helfen, wie sie sich besser fühlen können. Das gelernte sollen sie anschließend auf ihre eigenen Gefühle übertragen können.

Auf mich wirkte die Gruppe von Erzieherinnen rund um Leiterin Frauke Muschlin total motiviert und engagiert. Gemeinsam überlegten sie, wie man die verschiedenen Maßnahmen in den unterschiedlichen Altersgruppierungen umsetzen kann. So hatte jeder die Möglichkeit kreative Ideen vorzustellen, welche dann gemeinsam diskutiert wurden. Ich war total überrascht, als ich erfuhr, dass sich das Team erst seit wenigen Wochen kennt und die Fortbildung außerdem zur Teamstärkung dienen sollte.

kita-regenbogen-7  kita-regenbogen-5kita-regenbogen-6

Für mich war es ein spannender Tag, da ich von Beginn an das Gefühl hatte, eine Gruppe zu begleiten, die schon seit Jahren ein eingespieltes Team ist.

 

Lea Grella

Praktikantin

 

Die Kommentare sind geschlossen.