DROBS zu Gast beim SG Hemer

Am 23.August 2016 war ich mit René Sadowski zu Gast bei der B Jugend des SG Hemer. Kurz überlegten wir, ob wir unser geplantes Programm in das an den Sportplatz angrenzende Freibad verlegen sollten, denn das Thermometer zeigte 32°C an und über der Rasenfläche flimmerte bereits die Luft.

Freundlich wurden wir von Trainer Stefan Odenhausen und Betreuer Berthold Oberven begrüßt, während die Mannschaft über den Platz lief und ihr Training ausführte. Wir erfuhren, dass die Jungs nichts von unserem Besuch wussten und bereits ein anstrengendes Trainingswochenende hinter sich hatten. Umso größer waren die entsetzen Blicke, als die Mannschaft schließlich erfuhr, dass sie nun auch noch über die Wirkungsweisen von Tabak, Alkohol und Cannabis aufgeklärt werden sollte!

In einer Begrüßungsrunde stellten René und ich uns zunächst vor und erklärten das geplante Programm. Anschließend stellten sich die einzelnen Mannschaftsmitglieder vor. Auf die Frage, ob jemand der 15-17 Jährigen bereits einmal konsumiert habe, kam nur betretendes Schweigen und ein gegenseitiges zuzwinkern als Antwort. Nach ein paar Minuten wurden die Jungs jedoch lockerer und berichteten darüber, was sie bereits über Drogen und Alkohol und deren Vor- und Nachteile wussten. Nach einem kurzen Input von René kamen wir zum eigentlichen Programm.

Bereits im Vorfeld hatten wir über den gesamten Sportplatz kleine, durchnummerierte Karten verteilt, auf denen zusätzlich Begriffe rund um Drogenkonsum standen. Die Jungs sollten sich in gleich große Gruppen aufteilen. Jede Gruppe bekam eine Spielfigur, die auf dem Startfeld eines durch nummerierten Spielfeldes platziert wurde. Jede Gruppe musste würfeln und mit der Figur um die gewürfelte Zahl vorziehen. Nun ging es darum, so schnell wie möglich auf dem Sportplatz die Karte mit der entsprechenden Zahl zu finden, sich den Begriff einzuprägen und zu uns zurück zu laufen. Nannten sie uns den richtigen Begriff, bekamen sie eine Frage zum Thema vorgelesen. Beantworteten sie diese richtig, durften sie erneut würfeln. Gewonnen hatte schließlich die Gruppe, welche mit ihrer Figur zuerst im Ziel ankam. Auf sogenannten „Aktivfelder“ mussten die Gruppen ihre Geschicklichkeit und ihre Teamfähigkeit beweisen. Vor allem von den „Rauschbrillen“ waren die Jugendlichen begeistert. Deshalb konnte im Anschluss an das Geländespiel noch mal versucht werden, einen Fußball um aufgestellte Hindernisse herum zu dribbeln und ihn anschließend im Tor zu versenken. Für eine eingespielte und fitte Fußballmannschaft waren die Ergebnisse denkbar schlecht. Ausschließlich zwei Spieler schafften es, das Tor mit aufgesetzter Alkoholbrille zu treffen.

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Nach guten 1 ½ Stunden in der prallen Sonne, gab es schließlich Mittagessen und wir wurden von der Mannschaft zum gemeinsamen Pizzaessen eingeladen.

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An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei der gesamten Mannschaft für ihre tolle Mitarbeit und einen lustigen Vormittag bedanken!

 

Lea Grella

Praktikantin

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